Heizungsmodernisierung hat Priorität für Klimaschutz

So großartig das klingt, so oft haben wir das mittlerweile schon gehört. Am 26.01. trafen sich rund 250 Entscheider aus Politik und Wirtschaft zur 3. Deutschen WärmekonferenzVertreter in Köln. Besprochen wurden die drastischen Einsparmaßnahmen der Politik. So wird z.B. das Impulsprogramm Mini-KWK-Anlagen für Anlagen mit einer elektrischen Leistung bis zu 50 Kilowatt gestoppt. Was steckt wirklich hinter solchen Entscheidungen? Wird hier geziehlt Lobby-Politik betrieben um die kleinen dezentralen Stromerzeuger im Griff zu halten und die Alleinstellungsmerkmale von E.on & co zu sichern? Oder geht es wirklich um Einsparmaßnahmen zu gunsten der Steuerzahler. Und selbst wenn, spart man da nicht an der falschen Stelle?

Fakt ist in meinen Augen das die Modernisierung von Heizungsanlagen in allen Hinsichten gut für Deutschland ist. Nicht zuletzt weil wir durch ständige Forschung mit einem Technologievorsprung vor der Welt bestens dastehen. Deutschland hat exporttechnisch wenig zu bieten. Wenn wir durch die staatliche Spar-Not-Bremse jetzt auch noch den Technologievorsprung verlieren könnten wir in ein paar Jahren dann wirklich arm aussehen. Immerhin geht es auch unseren Nachbarländern so wie uns. Überall trocknet der Öl-Hahn aus und die Preise steigen Spiralförmig nach oben. Mit mehr Kapital, wie z.B. vorgeschlagen aus den Gewinnen die durch die Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke eingespielt werden, könnte so die Heizungsindustrie weiter angekurbelt werden und ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung steigern.

Das ganze gepaart mit einem effektiven Bildungssystem (Wer den guten alten Dipl. Ing. kennt weiß was ich meine) räumt uns vielleicht auch irgendwann mal einen Stellenwert wie den jetzigen Öl-Staaten ein. Nur das wir zum Heizen keine Rohstoffe verkaufen bräuchten sondern Technologie und Know-How. Dann müßte sich nicht mal mehr einer die Finger “schmutzig” machen.

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Autor: Carsten von Skrbensky
Datum: Mittwoch, 3. Februar 2010 11:39
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