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Luftwärmepumpe vs. Sole-Wärmepumpe

Mittwoch, 14. Januar 2009 19:06

Viele Bauherren aber auch Ingenieure stehen derzeit vor dem Problem eine Empfehlung an Kunden abzugeben ob als Wärmequelle für eine Wärmepumpe Luft oder eher das Erdreich gewählt werden soll. Auch wenn die Betriebskosten immer im Hinterkopf bleiben sollen, so muß man gelegentlich über den Tellerand schauen und weitere Faktoren berücksichtigen.

Hier also einmal eine Beispielrechnung, die den Kostenfaktor beider Wärmepumpen in Augenschein nehmen soll

Ein Einfamilienhaus (50w/m²) mit 150m² hat ca. eine Heizlast von 7,5kW. Zuzüglich der Zuschläge und der Wahl der Wärmepumpe kommen wir hier also mit Sicherheiten auf 10-11kW was auch üblichen Wärmepumpen entspricht. (z.B. Dimplex)

Bei 2000 Jahresnutzungsstunden ergäbe sich ein Wärmeverbrauch von 20.000kWh

Bitte beachten Sie das dies nur Beispielwerte sind die den späteren Vergleich vereinfachen.

Die Menge an elektrischem Strom ergibt sich nun aus dem Wärmeverbrauch geteilt durch die Leistungszahl und beträgt:

Luft/Wasser Wärmepumpe ( Leistungszahl 3,5 )  5714kWh + ca. 200kWh für eine Heizpatrone zur Deckung der Temperaturen unter -10°C

Sole/Wasser Wärmepumpe ( Leistungszahl 4,0 ) 5000kWh

Das bedeutet das mit einer Sole/Wasser Wärmepumpe ca 750kWh pro Jahr eingespart werden können. Finanziell bedeutet dies bei 0,20ct eine Ersparnis von 150 Euro pro Jahr.

Da für eine Sole/Wasser Wärmepumpe jedoch eine Erdsonde gebohrt werden muß, sind hier die Kosten enorm höher. In unserer Region kann man mit ca 38,50€ pro Meter Tiefenbohrung rechnen. Das bedeutet bei 50W Entzugsleistung pro Meter einen Kostenfaktor von 7700Euro bei 200m Bohrtiefe (10000W/50W).

Das Fazit: Vergleicht man die höheren Anschaffungskosten mit der effektiven Einsparung landet man bei etwas über 50 Jahren die benötigt werden um die Anschaffungskosten für das Bohrloch durch den niedrigeren Energieverbrauch wieder eingespielt zu bekommen.

Hier sollten also nicht nur die Betriebskosten, sondern auch die Investitionskosten im Auge gehalten werden um eine objektive Entscheidung treffen zu können.

PS: Die o.g. Werte können auf jeder Baustelle und in jeder Region abweichen. Sehen Sie diese Berechnung schlichtweg als Hinweis sich selbst mit dem Thema und Ihren eigenen Zahlen auseinander zu setzen.

Thema: Wärmepumpen | Kommentare (0) | Autor: Carsten von Skrbensky